Der Titel unserer Arbeit erinnert sicherlich den einen oder anderen Leser an „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende. Dieser hatte Ende der 1960er Jahre mit „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ einen Bestseller gelandet, der inzwischen unter den Kinderbüchern ein Klassiker geworden ist. Der Autor verließ Deutschland und zog in die Nähe von Rom, wo ihm mit seinem Buch „Momo“ nochmals ein großer Erfolg gelang. Hierauf legte Michael Ende eine Schaffenspause ein, bis eines Tages sein Verleger bei ihm vorbeischaute und nach der nächsten Geschichte fragte. Der Schriftsteller überlegte kurz und griff sodann in einen Schuhkarton mit Zetteln, auf die er in der Vergangenheit seine Ideen notiert hatte. Auf dem herausgenommenen Zettel stand: „Ein Junge gerät während des Lesens buchstäblich in die Geschichte hinein und findet nur schwer wieder heraus.“ Dem Verleger gefiel die Idee, und Michael Ende begann sofort zu schreiben. Aus den ursprünglich angedachten 100 Seiten wurden mehrere hundert. Der Autor erklärte später: „Mir ist diese Geschichte förmlich unter den Händen explodiert.“ Wie es eine unendliche Geschichte nun einmal in sich hat, wurde sie immer länger und ein Ende war nicht in Sicht. Der Abgabetermin mußte mehrmals verschoben werden, weil der Junge, der während des Lesens unversehens in ein Phantasieland geraten war, selbst immer noch nicht daraus wieder herausgefunden hatte. …

Veröffentlicht: