Jedes Jahr erinnert uns das Schutzengelfest am 2. Oktober an den unsichtbaren Freund an unserer Seite. Das Schutzengelfest ruft wohl bei den meisten von uns auch wieder den Vorsatz wach, diesen Freund nicht gar so oft zu vergessen. Es ist nun einmal gar nicht so einfach, mit einem reinen Geist Freundschaft zu pflegen, ist uns doch seine Welt recht fremd. Wenn es schon nicht einfach ist, mit einem Menschen Freundschaft zu pflegen, der in der Ferne wohnt, wie dann erst mit einem Engel. Dem Freund in der Ferne kann man zumindest noch schreiben oder auch mit ihm telefonieren, so daß sich nicht allzu schnell das Sprichwort bewahrheitet: „Aus dem Auge aus dem Sinn.“ Wie jeder aus Erfahrung weiß, eine Freundschaft mit einem Engel ist bei weitem aufwendiger. Die Vertraute der Engel, Mechthild Thaller-Schönwerth, stellte schon zu einer Zeit, in der der hl. Glaube durchaus noch fester und verbreiteter war, fest: „Es ist eine stille, aber tiefe Tragik im Dienste der Engel: sie tun für die arme, sündige Menschheit, was in ihren Kräften liegt, sie erwarten keinen Dank und selten finden sie ihn. Aber die glaubensarmen Menschen vergessen sie, oder erklären ihre Existenz als ein anmutiges Märchen.“ …

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