Von den Quellen der Offenbarung – Die Heilige Schrift

Geliebte Gottes!

Gott hat sich den Menschen geoffenbart. Er hat zu den Menschen gesprochen. Und als Antwort auf Seine Offenbarung verlangt Er unsere Glaubenszustimmung. D. h., wir sollen dem zustimmen, was Gott gesagt hat, nicht, weil wir die Gegenstände des Glaubens – das Geheimnis der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, der Menschwerdung des Gottessohnes, des Allerheiligsten Altarsakraments etc. – einsehen, begreifen oder verstehen. Nein, wir stimmen dem zu und bejahen die Offenbarung einzig aus dem Grund, weil Gott es gesagt hat. Unsere Zustimmung stützt sich dabei nicht auf die natürlichen Kräfte der Vernunft, sondern einzig und allein auf die glaubwürdige Autorität Gottes.

Worauf beruht Gottes Glaubwürdigkeit? Auf Seiner Allwissenheit – Gott weiß alles – und auf Seiner Heiligkeit – Gott kann nicht lügen. Gottes Wissen und Gottes Wahrhaftigkeit sind das Motiv unseres Glaubens. Deshalb erwecken wir den sog. „Akt des Glaubens“, wenn wir beten: „Mein Gott, ich glaube alles, was Du geoffenbart hast, weil Du die ewige Wahrheit bist, die sich weder irren noch uns betrügen kann.“ „Mein Gott, ich glaube alles, was Du geoffenbart hast.“ – das ist die Glaubenszustimmung. Was folgt, ist der Beweggrund, warum wir Gott glauben? „weil Du die ewige Wahrheit bist, die sich weder irren noch uns betrügen kann.“ Nur wenn sich unser Glaube wirklich auf die unfehlbare Wahrhaftigkeit Gottes stützt, ist es ein übernatürlicher Glaube.

Wenn beispielsweise ein Kind an die Gegenwart des Heilandes im Tabernakel nur einzig deshalb glauben würde, weil es ihm die Mutter oder der Religionslehrer so gesagt hat, dann wäre das kein Akt des übernatürlichen Glaubens. Es wäre bloß ein rein menschlicher Glaube. Denn das Kind würde an die Gegenwart des Heilandes glauben, nicht aufgrund der Wahrhaftigkeit Gottes, sondern allein aufgrund der Glaubwürdigkeit der Mutter bzw. des Lehrers. Es ist daher wichtig, schon den Kindern klarzumachen, daß wir die übernatürlichen Wahrheiten glauben, weil Gott sie geoffenbart hat.

Was müssen wir glauben?

Nachdem wir geklärt haben, „warum“ wir glauben müssen, drängt sich fast schon wie von selbst die nächste Frage auf: „Was“ müssen wir glauben? – Und die Antwort lautet kurz und bündig: „Alles!“ „Wir müssen alles glauben, was Gott geoffenbart hat.“ D. h. keiner darf sich auswählen, was er glauben will und was nicht. Man muß einfach alles glauben, was Gott geoffenbart hat, ohne jede Ausnahme.

Das Judentum glaubt zwar, daß es einen Gott gibt, aber sie glauben nicht, daß Jesus der Sohn Gottes ist. Sie glauben also nicht alles, was Gott geoffenbart hat: Ihr Glaube ist kein wahrer Glaube. – Die Protestanten sagen: „Ich glaube an ein Sakrament, aber an sieben Sakramente glaube ich nicht.“ Ist das der richtige Glaube? Nein, denn auch der Glaube der Protestanten glaubt nicht alles, was Gott geoffenbart hat. Gott hat uns nämlich sieben Sakramente gegeben. Man darf nichts weglassen von dem, was Gott geoffenbart hat. – Die Lefebvristen und Traditionalisten glauben an die Gegenwart Christi im Allerheiligsten Sakrament des Altares, sie glauben an die sieben Sakramente und an die Gottheit Jesu Christi. Daß aber das allgemeine ordentliche Lehramt der Kirche unfehlbar ist, das glauben sie nicht. Ihr Glaube ist irrig, weil sie nicht alles annehmen wollen, was von Gott geoffenbart ist.

Ja, ein Katholik, der nicht alles glaubt, was Gott geoffenbart hat, ist in Wirklichkeit gar kein Katholik mehr. Ein solcher Mensch hat keinen übernatürlichen Glauben. Er wählt aus der göttlichen Offenbarung aus. Er glaubt nicht mehr aufgrund des übernatürlichen Beweggrundes, weil Gott, die unfehlbare Wahrheit, es so gesagt hat, sondern weil es seinem eigenen Verständnis oder seinem Eigensinn gut dünkt. Wer aber auch nur eine geoffenbarte Wahrheit zurückweist, der verliert den ganzen Glauben. So lehrt Papst Leo XIII. in der Enzyklika „Satis cognitum“: „Wer … die geoffenbarten Wahrheiten auch nur in einem Punkt leugnet, streift in Wirklichkeit den Glauben ganz ab, da er sich weigert, Gott als die höchste Wahrheit und als den eigentlichen Beweggrund des Glaubens zu achten.“ (HK 613). Um den übernatürlichen Glauben zu haben, müssen wir also alles für wahr halten, was Gott geoffenbart hat, und zwar, weil es Gott, die höchste Wahrheit, so gesagt hat.

Die Offenbarungsquellen

Die Offenbarung Gottes ist geschehen im Alten Bund durch die Patriarchen und Propheten; im neuen Bund durch Jesus Christus und die Apostel. Aber die Zeiten der Patriarchen, der Propheten, die Zeiten Christi und der Apostel sind längst vorbei. Jahrhunderte und zwar viele Jahrhunderte sind seitdem vergangen.

„Wo“ finden wir aber jetzt, was Gott geoffenbart hat? Wo finden wir heute, was wir glauben sollen? Worin ist die Offenbarung Gottes heute enthalten? Antwort: Was Gott geoffenbart hat, ist enthalten in der Heiligen Schrift und in der mündlichen Überlieferung, der sog. „Tradition“. Man könnte sagen: Das Wort Gottes finden wir an zwei Stellen. Zum Teil ist es aufgeschrieben in der Heiligen Schrift. Und alles, was nicht in der Heiligen Schrift geschrieben ist, das finden wir in der mündlichen Überlieferung.

Heute wollen wir uns nur mit der ersten Offenbarungsquelle beschäftigen, nämlich mit der Heiligen Schrift. Dabei wollen wir uns klar machen:

  1. Was die Heilige Schrift ist und
  2. Wie sie eingeteilt wird.

Was versteht man unter der Heiligen Schrift?

Zuallererst stellen wir fest, daß die Heilige Schrift nicht bloß ein Buch ist, das von einem einzigen Schriftsteller geschrieben und in einer einzigen Sprache abgefaßt wurde. Nein, die Heilige Schrift besteht aus einer Mehrzahl von Büchern und zwar aus sehr verschiedenen Büchern. Einige wurden von Moses geschrieben, andere von Samuel, von König David, von König Salomon, von den verschiedenen Propheten, von verschiedenen Aposteln und von verschiedenen Schülern der Apostel.

Schon hieraus ist ersichtlich, daß diese Bücher auch nicht alle zur selben Zeit verfaßt sein können und nicht in ein und demselben Land und auch nicht in ein und derselben Sprache geschrieben worden sind. Das erste Buch der Heiligen Schrift – das Buch Genesis – wurde mehr als 1500 Jahre vor Christi Geburt abgefaßt, und das letzte – die Geheime Offenbarung des hl. Johannes – etwa 100 Jahre nach Christus. Zwischen dem ersten und dem letzten Buch der Heiligen Schrift liegt also ein Zeitraum von ca. 1600 Jahren. Die meisten Bücher des Alten Testaments sind ursprünglich in hebräischer Sprache geschrieben, die meisten Bücher des Neuen Testaments in griechischer Sprache. Die verschiedenen Bücher haben auch verschiedene Inhalte. Einige enthalten Erzählungen über die Historie des Menschengeschlechtes und des auserwählten Volkes; die Lebensgeschichte des göttlichen Heilandes und die Taten der Apostel. Andere Bücher der Heiligen Schrift enthalten Weissagungen, andere hl. Lieder und Weisheitssprüche, Ermahnungen und Belehrungen. Die einen beschäftigen sich mit der Vergangenheit, die anderen mit der Zukunft.

Bei der Heiligen Schrift haben wir es also mit einer Mehrzahl von Büchern zu tun, die von verschiedenen Verfassern geschrieben worden sind; und zwar zu verschiedenen Zeiten, an verschiedenen Orten, in verschiedenen Sprachen, von verschiedenem Inhalt und – auch das sei erwähnt – von ganz verschiedener Länge. Den größten Textumfang weist das Buch des Propheten Jeremias auf (ca. 21.819 hebräische Wörter), während der 3. Brief des hl. Apostels Johannes nur wenige Sätze umfaßt (nur ca. 218 griechische Wörter).

Warum aber stellt man diese verschiedenen Bücher immer zusammen, nennt sie „Heilige Schrift“? Warum nicht „Heilige Schriften“ in der Mehrzahl, sondern „Heilige Schrift“ in der Einzahl? Warum behandelt man all diese verschiedenen Bücher zusammen wie ein einziges Buch? Warum nennt man sie zusammen das „Buch der Bücher“? Man bindet sie meist zusammen wie ein Buch. Man liest sie zusammen wie ein Buch. Man erklärt sie zusammen wie ein Buch. Warum? Alle diese verschiedenen Bücher kommen darin überein – dadurch unterscheiden sie sich von allen anderen Büchern und dadurch sind sie vor allen anderen Büchern, die es gibt, gegeben hat und geben wird, ausgezeichnet –, daß sie zwar von Menschen und für Menschen und in menschlichen Sprachen geschrieben sind, aber unter der Inspiration des Heiligen Geistes!

a) Unter Eingebung des Heiligen Geistes abgefaßt

Was heißt „Inspiration“? Es heißt „Einhauchung“, „Beseelung“ oder „Eingebung“. Es heißt soviel, daß die hl. Männer, von welchen diese Bücher abgefaßt wurden, vom Heiligen Geist innerlich zum Schreiben angetrieben worden sind. Mehr noch! Daß sie vom Heiligen Geist über das, was sie geschrieben haben, erleuchtet und belehrt wurden. Und schließlich, daß sie beim Schreiben vom Gottesgeist vor jedem Irrtum bewahrt wurden. Darum kann man die Bücher berechtigterweise „göttliche Bücher“ nennen. Sie sind also im wahrsten Sinne des Wortes die „Heilige Schrift“, weil ihr eigentlicher Urheber, ihr eigentlicher Autor, kein Geringerer als der heilige Gott selbst ist; kein menschlicher Geist, sondern der Heilige Geist! – Wenn ein Erwachsener einem Kind befiehlt und es antreibt, sich hinzusetzen und etwas aufzuschreiben; wenn er dem Kind außerdem genau vorgibt, was es schreiben soll, und beim Schreiben hinter ihm steht und ihn vor jedem Fehler warnt und bewahrt, so trägt die fertige Schrift zwar die Handschrift des Kindes, ist aber in Wirklichkeit das Werk des Erwachsenen.

So waren auch die menschlichen Verfasser der Heiligen Schrift nur ein Werkzeug in der Hand Gottes. Freilich nicht ein totes wie ein Bleistift, ein Füller oder ein Kugelschreiber, sondern ein lebendiges Werkzeug, ein Mensch mit seiner Art, sich auszudrücken, seiner individuellen Begabung und Bildung. Gott hat bei der Inspiration auf den Verstand Seines menschlichen Werkzeuges eingewirkt, indem Er ihn auf einen bestimmten Gegenstand, den Gott eben niedergeschrieben wissen wollte, hinlenkte. Gott bewegte dann den Willen des jeweiligen Verfassers, daß dieser sich entschloß, genau das niederzuschreiben, was Gott wollte; freilich vielleicht ohne das Bewußtsein, von Gott angetrieben zu sein. So schreibt der hl. Apostel Petrus in seinem 2. Brief: „Nicht durch menschliches Wollen wurde jemals eine [Schrift-]Prophetie hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geiste getrieben haben von Gott her heilige Männer geredet.“ (2. Petr. 1,21). Auf diese Weise ist die Heilige Schrift von Gott selbst verfaßt. Sie ist geschriebenes Gotteswort.

Darin kommen also all die verschiedenen Bücher der Heiligen Schrift miteinander überein. Sie wurden ohne Ausnahme unter der Eingebung des Heiligen Geistes geschrieben. Das ist der eine Punkt. Es gibt aber noch einen anderen Punkt, worin die unterschiedlichen Bücher der Heiligen Schrift miteinander übereinkommen. Und dieser Punkt ist für unseren Glauben sehr entscheidend.

b) Die Anerkennung durch die katholische Kirche

Von allen Büchern, die sich in der Heiligen Schrift befinden, bezeugt uns die katholische Kirche, daß sie Gottes Wort sind. Warum ist das so wichtig? – Nehmen wir den Fall an, jemand schreibt ein Buch; ein gutes und frommes Buch. Ferner sagt der Verfasser, der Inhalt seines Buches sei von ihm unter Eingebung des Heiligen Geistes geschrieben worden. Genügt das, um das Buch in die Heilige Schrift zu setzen? Natürlich nicht! Es ist ein bloß menschliches Zeugnis, das auf wahnhafter Einbildung, überspannter Frömmigkeit, böswilliger Absicht oder dämonischer Täuschung beruht. So würde die Heilige Schrift mit jedem Tag wachsen und kein Mensch würde wissen, welche Bücher zur Heiligen Schrift gehören und welche nicht. Es muß ein Zeugnis vorhanden sein, welches uns sagt und zwar zuverlässig sagt, daß ein Buch unter der Inspiration des Heiligen Geistes verfaßt wurde, deshalb wirklich zur Heiligen Schrift gehört und als Wort Gottes geglaubt und befolgt werden muß. Dieses Zeugnis kann allein die katholische Kirche geben.

Ein Beispiel möge die Sache erklären. Ein reicher, aber kinderloser Mann stirbt. Er hinterläßt ein großes Vermögen. Wer wird das Vermögen bekommen? „Das hängt vom Testament ab.“ Tatsächlich findet sich auch ein Testament. Aber woher weiß man, ob das Testament gültig oder gefälscht ist? „Das hängt von der Unterschrift ab“, wird man sagen. Gewiß! Die Unterschrift ist da. Ist damit die Echtheit des Testaments erwiesen? Keineswegs! Man könnte in Zweifel ziehen, ob der Verstorbene sein Testament wirklich eigenhändig unterschrieben hat; ob die Unterschrift echt ist oder womöglich gefälscht worden ist. Das kann überprüft werden. „Ja, das ist seine Handschrift; das ist seine Art, die Buchstaben zu schreiben und seinen Namen zu Papier zu bringen“, stellen wir fest. Mag sein, daß wir das feststellen. Aber es gibt Fälscher, die versuchen, die Handschrift möglichst genau nachzuahmen, so genau, daß wir uns davon täuschen lassen. Woher wird man nun erfahren, ob die Unterschrift wirklich echt ist? Aus dem Testament? Aber das soll ja gerade untersucht werden, ob es echt ist. Von dem Verstorbenen? Der ist tot. Den können wir nicht mehr fragen! Also, wie dann? Durch Zeugen! Wenn z. B. der Verstorbene das Testament zu Lebzeiten seinen Freunden vorgelesen und unter ihren Augen unterschrieben hat. Wenn er sein Testament zu Lebzeiten beim Nachlaßgericht oder bei einem Notar hinterlegt und dabei erklärt hat, es sei sein Testament – dann können die Zeugen, die amtlichen Zeugen, dann kann das Gericht bestätigen, daß das Testament echt und nicht gefälscht ist; daß nichts hinzugeschrieben wurde, was der Verstorbene nicht selbst geschrieben hätte, und daß auch nichts gestrichen wurde, was der Verstorbene nicht selbst gestrichen hätte.

Ähnlich legt die Kirche Zeugnis ab, welche Bücher wirklich Gottes Wort enthalten und welche nicht. Sie ist die von Gott dafür beamtete Zeugin. Mehr noch! Sie ist die von Gott für diese übermenschliche Aufgabe hinreichend ausgestattete Zeugin. Denn Gott hat Seine unfehlbare Wahrhaftigkeit, auf der ja unser Glaube beruht, auf die Lehrer der Kirche übertragen – auf Petrus und die Apostel und dann in deren Nachfolge auf den Papst und die ihm unterworfenen Bischöfe; also kurz: auf das Lehramt der Kirche. Ihnen gilt das Wort des Heilandes: „Der Heilige Geist wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was Ich euch gesagt habe.“ (Joh. 14,26). Deshalb konnte Jesus zu den amtlichen Lehrern Seiner Kirche sagen: „Wer euch hört, der hört Mich. Und wer euch verachtet, der verachtet Mich.“ (Mt. 10,40). Die Kirche ist die mit dem Beistand des Heiligen Geistes ausgestattete unfehlbare Zeugin, die uns allein ein Urteil von absoluter Gewißheit geben kann, ob eine Schrift durch die Inspiration des Heiligen Geistes entstanden ist oder nicht.

Der hl. Augustinus geht deshalb sogar so weit zu sagen: „Ich würde dem Evangelium nicht glauben, wenn mich nicht die Autorität der katholischen Kirche dazu veranlassen würde.“

Aus den Büchern der hl. Schrift selbst können wir nicht erkennen, ob sie wirklich Gott zum Urheber haben. Sie bedürfen der äußeren Beglaubigung durch das unfehlbare Lehramt der katholischen Kirche. Und all die unterschiedlichen Bücher, die sich in der Heiligen Schrift finden, kommen genau darin überein, daß sie von der katholischen Kirche als inspiriertes Wort Gottes beglaubigt und bezeugt sind.

Das Gütesiegel des katholischen Lehramtes findet sich in der Praxis tatsächlich in jeder einzelnen gedruckten Ausgabe der Heiligen Schrift in Form des sog. „Imprimatur“; der „kirchlichen Druckerlaubnis“. Wir Katholiken dürfen nur Bibeln mit kirchlicher Druckerlaubnis zur privaten Lesung verwenden. Denn die Kirche bürgt mit ihrem Gütesiegel nicht nur dafür, daß alle Bücher, die sich in der Heiligen Schrift befinden, wirklich vom Heiligen Geist inspiriert sind, sondern auch dafür, daß die landessprachlichen Druckausgaben wirklich alle diese Bücher enthalten; sodann, daß deren Text wirklich vollständig und unverfälscht ist; und schließlich, daß sie auch im richtigen Sinn in die Landessprache übersetzt wurden. Ferner wird durch die kirchliche Gutheißung einer Bibelausgabe auch dafür gebürgt, daß die Anmerkungen, welche dem Leser zum richtigen Verständnis schwerverständlicher oder mehrdeutiger Stellen verhelfen sollen, mit der katholischen Lehre übereinstimmen.

Zusammenfassend können wir also auf die Frage, was man unter der „Heiligen Schrift“ versteht, antworten: Unter der Heiligen Schrift versteht man jene Bücher, die unter Eingebung des Heiligen Geistes geschrieben und als geoffenbartes „Gottes Wort“ von der katholischen Kirche anerkannt sind.

Die Einteilung der Heiligen Schrift

Gehen wir sodann wenigstens grob auf die Einteilung der Heiligen Schrift ein. Die Bücher der Heiligen Schrift – wir wissen es alle – werden grundsätzlich eingeteilt in Bücher des Alten Testaments und des Neuen Testaments. Testament heißt auf Deutsch so viel wie „Bund“ oder „Bündnis“. Vor Christi Geburt schloß Gott einen Bund mit den Patriarchen und später mit dem Volk Israel. Die Bücher, worin dieser Bund und die Geschichte dieses Bundes verzeichnet sind, heißen darum die „Bücher des Alten Testamentes“. Einen neuen, viel gnadenreicheren Bund hat Gott mit den Menschen durch Jesus Christus geschlossen. Und die Bücher, worin dieser Bund und seine Geschichte in der Heiligen Schrift aufgezeichnet sind, heißen die „Bücher des Neuen Testaments“.

a) Geschichts-, Lehr- & Prophetenbücher

Wenn wir das Alte Testament aufschlagen, so finden wir die darin enthaltenen Bücher nach drei Gattungen geordnet. Es beinhaltet 21 Geschichtsbücher, 7 Lehrbücher und 17 prophetische Bücher. Zu den Geschichtsbüchern gehören etwa die 5 Bücher Mose, die Bücher der Richter und der Könige etc. Zu den Lehrbüchern die Psalmen, die Sprichwörter, das Buch der Weisheit etc.; zu den prophetischen Büchern die Bücher der vier großen Propheten – des Isaias, des Jeremias, des Ezechiel, des Daniel – und der 13 kleinen Propheten.

Analog zum Alten Testament ist auch das Neue Testament angeordnet in Geschichts-, Lehr- und Prophetenbücher. Zu den neutestamentlichen Geschichtsbüchern zählen die vier Evangelien und die Apostelgeschichte. Zu den Lehrbüchern zählen die 14 Briefe des hl. Apostels Paulus an verschiedene Gemeinden und Einzelpersonen; sowie die sog. 7 „katholischen Briefe“, wobei einer vom hl. Apostel Jakobus, zwei vom hl. Petrus, drei vom hl. Johannes und einer vom hl. Judas Thaddäus stammen. Das letzte Buch des Neuen Testaments ist gleichzeitig sein einziges prophetisches Buch. Es ist die bereits erwähnte „Geheime Offenbarung des hl. Johannes“.

b) Die vier Evangelien

Im Zentrum der neutestamentlichen Schriften und überhaupt der ganzen göttlichen Schriftoffenbarung stehen natürlich die vier Evangelien, welche das Leben des Gottmenschen Jesus Christus beschreiben. Sie werden „Evangelien“ genannt. Das ist das griechische Wort für „gute Nachricht“, „frohe Botschaft“. Obwohl die Evangelien tatsächlich für die Menschen einen frohmachenden Inhalt haben, berichten sie uns doch von der Menschwerdung des Sohnes Gottes; wie Er auf dieser Welt gelebt, was Er gelehrt, was Er für uns gelitten hat; wie Er für uns um unserer Sünden willen gestorben ist und dann in Seiner glorreichen Auferstehung über Sünde, Tod und Teufel triumphiert hat; wie Er die katholische Kirche – das Reich Gottes auf Erden – gestiftet hat und in den Himmel aufgefahren ist. Obwohl uns die Evangelien in der Tat eine frohmachende Botschaft künden, so ist damit die eigentliche Bedeutung noch nicht ganz ausgeschöpft. Im Altertum wurde nämlich jede Verlautbarung eines Herrschers, ganz unabhängig davon, ob ihr Inhalt nun bei den Hörern derselben Freude oder Traurigkeit, Furcht oder Beschwernis, Zustimmung oder Murren verursachen würde, „Evangelium“ genannt, und zwar aus dem Grund, weil das Wort des Herrschers von den Untertanen stets als „gut“ angenommen und mit „freudigem“ bzw. wenigstens ergebenem Herzen aufgenommen werden sollte. Auch dieser Aspekt wird von den vier Evangelien des Neuen Testaments beansprucht. Sie sind die Botschaft des Christkönigs, die „gut“ ist und denjenigen, der sie annimmt und beobachtet, vor Gott gut und gerecht macht; und folglich auch mit freudigem Herzen angenommen werden muß, selbst wenn ihr Inhalt Schwieriges auferlegt und Opfer abverlangt.

Warum gibt es vier Evangelien? Alles in allem gibt es natürlich nur ein einziges Evangelium, wie es nur einen Christus gibt. Doch dieses eine Evangelium ist eine vierstimmige Polyphonie – ein vierstimmiger Gesang – und offenbart erst im Zusammenklang das vollständige Bildnis unseres göttlichen Erlösers. Die Persönlichkeit Jesu Christi, des Sohnes Gottes, ist viel zu groß, als daß sie ein einzelner Mensch hinreichend darzustellen vermochte. Deshalb erzählen alle vier Evangelisten, jeder in seiner Weise, nach seinem Zweck, nur das eine Evangelium des Herrn Jesus Christus. Auf weiten Strecken klingen sie im Quartett oder Terzett genau zusammen, nur hie und da in einem Wort und Ton voneinander abweichend. An anderer Stelle ergänzen und erklären sie sich gegenseitig. Bisweilen hebt eines allein zu einem Solo an, wenn es ganze Seiten alleine erzählt. Manchmal scheinen sie einander zu widersprechen. Aber diese Spannungen lösen sich harmonisch auf, sodaß schließlich alle vier wieder in der gleichen Melodie und Wahrheit zusammenfallen. So herrscht eine wunderbare Harmonie in dem einen vierstimmigen Evangelium.

Sehr häufig sieht man bildhafte Darstellungen der hl. vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, wobei jeder von ihnen ein Zeichen, ein sog. „Attribut“, bei sich hat, woran man erkennt, welcher von den vieren gemeint ist. Der hl. Matthäus hat bei sich das Bild eines Menschen, der hl. Markus den Löwen, der hl. Lukas das Rind und der hl. Johannes den Adler. Die Künstler, Maler, Bildhauer und Zeichner werden nicht müde, diese vier Symbole zu wiederholen.

Was bedeuten sie? Woher sind diese Bilder genommen? – Das ist zwar nicht notwendig, aber doch schön zu wissen. Man hat gesagt, diese Zeichen der vier Evangelisten beruhten auf der Erscheinung, in welcher der Prophet Ezechiel den Thron Gottes geschaut hat. Um den Thron Gottes sah er vier lebende Wesen (vgl. Ez. 1,5-12). Diese trugen vier Gesichter: das Angesicht des Menschen, das Angesicht des Löwenrechts, das Angesicht des Rindes links und über ihnen das Angesicht des Adlers. Der Prophet sagt weiter: Wohin der Geist sie trieb, dahin gingen die vier Lebewesen. Es lag nahe, diese vier Sinnbilder auf die vier Evangelisten anzuwenden, die auch beim Schreiben ihres hl. Evangeliums mit ihren Gedanken und mit ihren Schreibwerkzeugen genau dorthin gingen, wohin der Geist Gottes sie trieb.

Daran schließt sich sodann die Deutung harmonisch an, welche der hl. Hieronymus gibt. Er meint, die vier Sinnbilder müßten auf die jeweiligen Anfänge der vier Evangelien bezogen werden. Das Evangelium des hl. Matthäus hebt an mit dem Stammbaum Jesu. Darum hat Matthäus das Bild des Menschen. – Das Evangelium des hl. Markus beginnt mit der Predigt des hl. Johannes des Täufers in der Wüste. „Ich bin die Stimme eines Rufenden in der Wüste.“ (Joh. 1,23). Das Tier, das in der Wüste so schreckenerregend brüllt, ist der Löwe. Darum hat der hl. Markus den Löwen. – Der hl. Lukas beginnt sein Evangelium mit dem Opfer des hl. Zacharias im Tempel. Das gewöhnliche Opfertier war das Rind. Darum hat Lukas das Rind bei sich. Und der hl. Johannes beginnt sein Evangelium damit, daß er sich in wenigen Worten und in wenigen Sätzen von allem Irdischen aufschwingt in den Himmel, von der Zeit in die Ewigkeit, bis zur ewigen Zeugung des Sohnes aus dem Vater: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ (Joh. 1,1 f.) Weil er sich also, ähnlich wie sich der Adler mit wenigen Flügelschlägen von der Erde zu den Wolken, ja über die Wolken erhebt, in wenigen Worten in die Ewigkeit Gottes aufschwingt, darum hat er das Sinnbild des Adlers.

Man kann aber die vier Symbole der Evangelisten auch auf den jeweiligen Akzent ihres Christus-Porträts und damit auf die Gesamtdarstellung Christi in ihrem Evangelium zur Anwendung bringen.

Der hl. Matthäus war der erste, welcher die Frohbotschaft zu Papier brachte. Er schrieb wohl zwischen 40 und 60 n. Chr., also schon recht bald nach der Himmelfahrt, in hebräischer bzw. aramäischer Sprache. Er selbst war Jude; durch Christus von der Zöllnerbank zum Apostelamt berufen. Sein Evangelium will eine Brücke vom Alten zum Neuen Testament sein. Ihm liegt vor allem am Nachweis, daß in Jesus alles in Erfüllung gegangen ist, was die Propheten über den Messias geweissagt hatten. Seine Botschaft ist: „Jesus ist der vorhergesagte Messias.“ Schon die ersten Worte vom Stammbaum Christi reichen weit ins Alte Testament zurück und beweisen, daß Jesus Christus ein wahrer Nachfahre Davids ist, dem Gott den Messias als seinen Sprößling verhieß. Der hl. Matthäus beabsichtigte vor allem, die Juden anzusprechen, ihnen den Weg zu ihrem Messias zu ebnen. Als Symbol wird dem Matthäus der Mensch zugeordnet, weil er die menschlichen Wurzeln des göttlichen Erlösers im Alten Bund hervorhebt.

Der hl. Markus ist weit lebhafter und temperamentvoller als Matthäus zu lesen. Er war ein Schüler des hl. Petrus. Es ist das Temperament seines Meisters, das aus seinen Worten spricht. Das Markusevangelium ist gemäß der Überlieferung die Aufzeichnung der Lehrvorträge des ersten Papstes. Kurz und knapp, wie die Römer es lieben, spricht der hl. Markus mit dem kürzesten aller Evangelien vor allem Heidenchristen aus Rom an. Dieses Evangelium besticht durch Anschaulichkeit und Lebendigkeit. Markus betont Emotionen, z. B. den Zorn oder die Trauer Christi. Auch auf die göttlichen Machterweise des Heilandes, seine Wunder und die Teufelsaustreibungen legt er größten Wert. Er will den Römern ein packendes, lebendiges Bild des Herrn zeichnen. Ein Bild von dem majestätischen „Löwen aus dem Stamme Juda“. (Offb. 5,5). Deshalb hat ihm die Tradition vielleicht das Symbol des Löwen beigesellt.

Vom hl. Lukas wissen wir, daß er Arzt von Beruf war. Seine aufmerksame Beobachtungsgabe bei seinen Wunderberichten, bei der Passion Christi, seine geschliffene Sprache und auch seine genauen Recherchen verraten den Wissenschaftler. Er hätte aber genausogut Maler sein können. In seinem Evangelium zeichnet er eine herrliche Ikone Jesu und Mariä. Als einziger schildert er die Kindheitsgeschichte unseres Herrn, worüber er wohl von Maria selbst unterrichtet wurde. Bei Lukas erscheint Jesus vor allem als der Welterlöser, der nicht nur die Juden, sondern auch die Heiden zu Gott zurückführen will. Seine Botschaft lautet: „Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und selig zu machen, was verloren war.“ (Lk. 19,10). Das wird vor allem deutlich an den wunderschönen Gleichnissen vom barmherzigen Samariter, vom verlorenen Schaf oder vom verlorenen Sohn, die sich nur beim hl. Lukas finden. Lukas schrieb das bedeutend längste Evangelium und hat vielleicht deswegen auch das „bulligste“ Symbol, den Stier, erhalten. Vielleicht soll es aber auch ein gutmütiger Ochse sein, läßt er doch die barmherzige „Menschenfreundlichkeit und Güte Gottes in Christus aufscheinen“ (Tit 3,4).

Der letzte Evangelist ist schließlich der, „den Jesus lieb hatte“ (Joh. 13,23) – der heilige Johannes. Er ruhte beim Abendmahl an der Brust des Herrn und erhielt unter dem Kreuz die jungfräuliche Gottesmutter zum Erbe. Tiefer als die ersten drei Evangelisten blickt er in das Geheimnis der Gottheit Jesu. Die Gottheit Christi ist das Thema seines Evangeliums. Johannes zeigt zwar auch die Menschheit Jesu, der sich am Brunnen in Samaria müde niedersetzt, um zu trinken, der am Grab seines Freundes Lazarus weint, aber er steigt über alles Menschliche wie ein Adler auf und kreist um das Geheimnis: „Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott.“ Er überspringt fast systematisch all das, was die ersten drei Evangelisten schon über Jesus berichtet hatten. Er scheint ausschließlich ergänzen zu wollen. Es ist dem hl. Johannes zu verdanken, daß uns die tiefsten Einblicke in das innere Geheimnis Christi zugänglich gemacht worden sind. Der hl. Johannes vervollständigt so das vierstimmige Evangelium, rundet es ab und gibt ihm eine unauslotbare göttliche Tiefe.

So beleuchtet jeder Evangelist die eine göttliche Person unseres Herrn auf seine Art. Der hl. Matthäus zeichnet den verheißenen Messias, der hl. Markus den majestätischen Löwen aus dem Stamme Juda, der hl. Lukas den barmherzigen Seelenarzt und der hl. Johannes legt seinen Akzent besonders auf den ewigen Gottessohn.

Glaube, Ehrfurcht und heiliger Eifer

Das wäre das Wenige, was wir von der Heiligen Schrift, ihrem Wesen und ihrer Einteilung betrachten wollten. Sie enthält Gottes Wort, und darum ist auch das Buch der Heiligen Schrift, jedes Wort, jeder Satz darin, hoch zu achten. Das können und sollen wir von der Kirche lernen.

Wenn das Evangelium feierlich gesungen wird, tragen die Ministranten Kerzen. Das Evangelienbuch wird vorher mit Weihrauch inzensiert. Zuvor betet der Priester tief vor dem Altar verbeugt: „Reinige mein Herz und meine Lippen, o allmächtiger Gott, der Du die Lippen des Propheten Isaias mit glühender Kohle gereinigt hast, damit ich vermöge, Dein hl. Evangelium würdig zu verkünden.“ Die Gläubigen sollen, während das Evangelium gesungen oder gebetet wird, aufstehen, zum Zeichen der Ehrfurcht vor dem Wort Gottes. Sie sollen Stirn, Mund und Herz mit dem hl. Kreuz bezeichnen. Mit dem Kreuz auf der Stirn sagen sie: „Ich glaube es!“ Mit dem Kreuz auf den Mund sagen sie: „Ich bekenne es!“ Mit dem Kreuz auf dem Herzen sagen sie: „Ich befolge es!“

Die Ehrfurcht vor der Heiligen Schrift ging so weit, daß man die Worte der Heiligen Schrift mit goldenen und silbernen Buchstaben schrieb, das Evangelienbuch in Silber, in Gold, in Elfenbein einfaßte und mit wertvollen Edelsteinen schmückte. Ja, nicht wenige Märtyrer hat es gegeben, die lieber Blut und Leben hingaben, als daß sie die hl. Bücher in die Hände der Heiden überliefert hätten. Der hl. Karl Borromäus las die Heilige Schrift nicht anders als kniend, und wie viele hl. Männer haben ihr Leben damit zugebracht, die Heilige Schrift zu lesen, zu betrachten, zu übersetzen, zu erklären, zu verteidigen, zu verinnerlichen; sie auswendig zu lernen. Man sagt, die Heilige Schrift müsse der Garten des Bischofs sein. Der Garten ist der Lieblingsaufenthalt, der vertrauteste Ort, der Flecken, wo man jede freie Minute lustwandelt. Für einen Bischof, der den Glauben verkünden, erklären und verteidigen muß, muß die Heilige Schrift so bekannt, so lieb und vertraut sein wie der eigene Garten. Ist es da zu viel verlangt, wenn man von Christen fordert, daß auch sie sich wenigstens grundsätzlich mit dem Inhalt der Heiligen Schrift vertraut machen, gerne in den Evangelien und den Apostelbriefen des Neuen Testaments lesen und die Worte der Heiligen Schrift nicht verunehren; sie also nicht für zweifelhafte Witze, nicht zu leichtfertigen Späßen oder gar zu Fluchworten mißbrauchen?

Jeder von uns muß stattdessen gewissermaßen ein „Evangelist“ werden, ein Zeuge der Frohbotschaft. Jeder Christ muß die Lehre des Evangeliums in sein Herz aufnehmen und in seinem Leben Jesus Christus darstellen, und zwar nach Möglichkeit bis zu solcher Vollendung, daß er wirklich an Christus erinnert, wenn man ihn sieht. Ja, im besten Fall, daß man ihn mit Christus verwechseln könnte. Jeder Christ soll unter Anleitung des Evangeliums ein Bildnis, gleichsam „ein zweiter Christus“, werden, gemäß den Worten des hl. Paulus: „Ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir.“ (Gal. 2,20). Nach dem Willen Gottes muß und darf aber jeder Katholik Christus nach seiner persönlichen Weise darstellen – gleichsam der eine als Matthäus, der andere als Markus, dieser als Lukas und jener als Johannes –, damit er „zur Teilhabe an der Gestalt und dem Bilde Seines Sohnes“ (Röm. 8,29) gelange.

Dazu müssen wir gelehrige Schüler sein, indem wir alles gläubig für wahr halten, was Gott in der Heiligen Schrift geoffenbart hat, und zwar aus dem Grund, weil es uns der allwissende und wahrhaftige Gott in Form Seines geschriebenen Wortes so mitgeteilt hat. Um jedoch zur Gerechtigkeit vor Gott zu gelangen, müssen wir nicht nur alles glauben, was uns Gott durch Seine inspirierten menschlichen Werkzeuge geschrieben hat, sondern auch alles befolgen. Denn „jede von Gott eingegebene Schrift ist nützlich zur Belehrung, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit.“ (2. Tim. 3,16). Amen.

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